Pelikane im Donaudelta

Pelikane im Donaudelta

 

Im Juni 2018 besuchte ich das Donaudelta. 11 Tage wurden wir von einem der besten Kenner des Deltas geführt. Mit 4200 Quadratkilometer Naturschutzfläche, ist das Delta das zweitgrößte, hinter dem Wolgadelta, Europas. Der größte Teil befindet sich auf der rumänischen Seite. Ein kleiner Teil liegt im Hoheitsgebiet der Ukraine. 

 

Die Lebensräume im Delta sind unterschiedlich. Auenwälder zu Beginn der Verzweigungen, üppige fast undurchdringliche Schilfzonen, darin Flachseen und Sandbänke, bieten vielfältige Möglichkeiten für unterschiedliche Pflanzen und Tieren.

 

Für Vogelfotografen ist das Delta ein Paradies. Acht Reiherarten, Löffler, Sichler, Beutelmeisen und und und. Das was bei uns nur noch mit viel Glück zu beobachten gibt, kann dort vom Boot entdeckt werden. So zum Beispiel die Zwergrohrdommel. Bei uns so gut wie ausgestorben. Genauso wie die schöne Blauracke.

 

Mehr Bilder von meinen Reisen ins Donaudelta, siehe Link "Vogelfotografie Rumänien Donaudelta" und "Reise Rumänien". 

 

Der Pelikan ist der Charaktervogel des Deltas. Es gibt zwei Arten. Der häufigste ist der Rosa Pelikan mit geschätzten 7000 Tieren. Seltener der größere Krauskopfpelikan mit geschätzten 700 Tieren. Mit einer Flügelspannweite von 3 Meter (Rosa Pelikan) und 3,2 Meter (Krauskopfpelikan) sind sie die größten fliegenden Vögel Europas.

 

Faszinierend ist die Jagd der Pelikane. Obwohl sie mehr räubern als selber fangen. Sie folgen den großen Kormoranschwärmen bei dem Fischen. Sobald sie erfolgreich auftauchen, versuchen die Pelikane den Kormoranen ihren Fischfang zu stehlen. Auf den Bilder unten könnt ihr es erkennen.

 

Der Pelikan ist ein Zugvogel. Im Winter wird es bitter kalt im Delta durch das östliche Kontinentalklima. Außer die Hauptströme ist alles zugefroren. Dann zieht es die Pelikane in wärmere Gefilde, ins südliche Mittelmeer. Im Frühjahr lockt sie aber das reichliche Nahrungsangebot zurück und sie brüten (von Menschen geschützt) in großen Brutkolonien.  

 

Eine schöne Anekdote von Bernhard Grzimek, die er in einer Sendung, als es um Pelikane ging, von sich gab: "Als kleiner Junge konnte ich nicht verstehen, dass Störche die Kinder bringen, der Pelikan käme hierfür doch viel besser in Frage."

 

Hinweise für die Fotografen

 

Hardware: Canon 5D IV, Canon 500mm, f4, IS II, Telekonverter Canon 1,4x III, alle aus der Hand fotografiert.

 

Kameraeinstellungen: Blendenautomat, also Zeit vor eingestellt, ISO Automatik, automatischer Weißabgleich und kontinuierlicher Autofokus.

 

Vorgehensweise:

Da alle Bilder aus dem Boot geschossen wurden, konnte ich kein Stativ verwenden. Auch ein Einbeinstativ half nicht weiter. Von daher musste ich die Muskeln spielen lassen und versuchen ein ruhiges Händchen zu behalten. Je nach der Bewegungsaktivität und Schnelligkeit, habe ich dann die Zeit vor eingestellt. Die ISO-Automatik stelle ich auch ein. Hier ist es bei schlechten Lichtverhältnissen immer eine Gradwanderung den richtigen Kompromiss zu finden. Übertreibe ich mit der Verschlusszeit, schnellt der ISO-Wert, gerade bei den schwierigen Lichtverhältnissen, nach oben. Das Bildrauschen wird dann teilweise unerträglich und somit das Bild unbrauchbar.