Bild der Woche
"Drosselrohrsänger"
In 5000 Meter Höhe nonstop über die Sahara
Die Faszination der Kraniche
Kraniche beeindrucken die Menschen seit Jahrtausenden. In Japan und Bhutan gelten sie als heilige Tiere. Schon im alten Ägypten und in Griechenland wurden sie als Himmelsboten angesehen, und in China verehrt man sie als „Vögel des Glücks“.
Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass ihr Zug ein verlässliches Zeichen für den Wechsel der Jahreszeiten ist. Wenn sie trompetend in V-Formation gen Norden ziehen, wissen wir: Der Winter ist vorbei – und damit die entbehrungsreichste Zeit des Jahres. Nun geht es bergauf: Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, und das triste Grau weicht dem ersten Grün.
Auch der Tanz der Kraniche zur Paarungszeit fasziniert uns. Er wirkt wie ein Ausdruck von Freude und Aufbruch. Kraniche bleiben ihrem Partner ein Leben lang treu – und das hat seinen guten Grund. Ein Kranichjahr ist streng getaktet.
Im Frühjahr, nach der Ankunft im Brutgebiet, muss zunächst das Revier gegenüber Artgenossen verteidigt werden. Die Brut beginnt im April, wobei sich beide Partner beim Brüten abwechseln. Anfang Mai schlüpfen meist zwei Küken. Schon kurz nach dem Schlupf folgen sie, gut behütet von beiden Eltern, auf den ersten Wegen zur Nahrungssuche.
Bis Oktober müssen die Jungvögel die Größe ihrer Eltern erreicht haben und flugfähig sein. Ende Oktober beginnt dann der gemeinsame Zug in wärmere Regionen. Der Rückflug im Frühjahr erfolgt ebenfalls noch gemeinsam. Danach trennen sich die Wege der Jungvögel von denen der Eltern – und für das Paar beginnt mit seinem Balztanz ein neues Kranichjahr.
Mehr zu diesen beeindruckenden Vögeln, siehe Link "K wie Kraniche"
Im Reich der Knochenbrecher
Welcher Natur- und Vogelfotograf träumt nicht davon, Bartgeier in seinem natürlichen Lebensraum zu beobachten und sogar zu fotografieren? Schon nach meiner Kranichtour in Spanien Februar 2023 beschloss ich, die Reise zu den Knochenbrechern in die spanischen Pyrenäen zu buchen. Aber nicht nur die Bartgeiern waren das Ziel der Begierde, auch die raue und schöne Landschaft in den Pyrenäen Kataloniens, sowie andere interessante und seltene Vogelarten wollten entdeckt und festgehalten werden.
Ein Reisebericht mit vielen Bildern von Geiern, Adler und Co finden Sie unter diesem Link "Im Reich der Knochenbrecher".
Warum tut man sich das an?
Oft kommen Zweifel auf, warum tue ich mir das an? Ich verbringe viel Zeit in der Natur, sitze oft in dunklen, unbequemen, kalten Verstecken, oder stehe stundenlang am Wegesrand. Ich trotze Hitze, werde vom Regen überrascht, im Winter kämpfe ich mit kalten Finger. Zudem schleppe ich meine schwere Ausrüstung über Stock und Stein. Manchmal vergehen Tage, ohne etwas zu sehen oder zu fotografieren. Und wenn, es kommen nicht immer schöne Bilder dabei heraus. Zudem ist es kein billiges Unterfangen. Die Ausrüstung ist gerade für diese Art der Fotografie sehr anspruchsvoll. Die Reisen zu den letzten Hotspots der Naturfotografie haben auch ihren Preis. Anerkennungen sind rar. Gelegentlich mal ein höffliches „ist ja schön“, manchmal aber auch ungläubige Blicke. Geld kann ich nicht damit verdienen.
Eine Frage, die sich manch ein Naturfotograf stellt. Meine persönliche Antwort, siehe Link "Faszination Naturfotografie"
Faszination Moor
Die Renaturierung "Großes Moor" bei Gifhorn ist voll im Gange. Kraniche, Sonnentau, Heidekraut, Kreuzottern, Moorfrösche und vieles Mehr bekommen wieder ihren natürlichen Lebensraum zurück. Vielleicht auch das Birkhuhn, welches vor 60 Jahren aus dieser Region verschwand? Für mich spannend, die weitere Entwicklung zu verfolgen, siehe Link "Moorimpressionen"
Bilder erzählen eine Geschichte
Gute Bilde erzählen eine Geschichte, sagen viele meiner Fotografenkollegen. Leider ist es für uns Fotografen schwierig, dies den Betrachter rüberzubringen. Heut zutage werden wir überflutet von Bildern, täglich. Ob WhatsApp, Instagram, Facebook und mehr. Unser Gehirn wird ständigen mit neuen Bilder konfrontiert. Viele versuchen ihr bestes Bild, groß, bunt und möglichst außergewöhnlich, zu posten. Die Konsequenz ist folgerichtig; wir schauen oft nicht mehr genau hin. Ach ist das schön, tolle Farben, gute Bildaufteilung, schnell ein Like und weiter zum nächsten Bild. So geht oft die Geschichte einer Bildkomposition, die ein guter Fotograf bezwecken will verloren. Ich möchte hier keinem einen Vorwurf machen, so ist es halt in unserer schnelllebigen Welt.
Wie kann man als Fotograf dagegen steuern? Ein schwieriges Unterfangen. Auf den sozialen Medien, sehe ich keine Chance.
Anhand von paar ausgewählten Bildern von mir, möchte ich Ihnen auf der Seite, Link "Bilder erzählen eine Geschichte", meine Motivation und meine Geschichte rund um meine Lieblingsbilder beschreiben.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Balz der Kampfläufer
Bilder und Text zu dem einmaligen Naturerlebnis der balzenden Kampfläufern, siehe Link "Balz der Kampfläufer". Die Bilder sind dieses Jahr im Mai in Finnland, sowie auf der Halbinsel Varanger im obersten Norden Norwegens entstanden.
Die Kampfläufer gehören zu der Familie der Schnepfenvögel, wie die Uferschnepfe, der Große Brachvogel und die Bekassine. Auch sie sind aus unserer Region in Norddeutschland so gut wie verschwunden.
Bienenfresser am frühen Morgen
Diese Vögel zu beobachten ist eine Wonne. Die Farbenpracht ist kaum zu toppen. Einer der schönsten Vögel, die in Deutschland brüten. Allerdings noch nicht all zulange, dem Klimawandel sei Dank. In der trockenen Region östlich vom Harz, sind Bienenfresser seit zehn Jahren zu beobachten. Sie brüten an Steilwänden ehemaliger Braunkohlereviere. Die Zahl der Brutvögel nimmt ständig zu.
Ein Bericht zu den hübschen Vögeln und Verhaltensweisen zu der Fotografie, siehe Link "Bienenfresser am frühen Morgen"
Rotmilan in Spanien
Der Rotmilan zählt zu den farbenprächtigsten Greifvögel in Europa. Sein Bestand hat sich durch Schutzmaßnahmen erholt. Circa 120 000 Tiere werden in ganz Europa geschätzt. Davon die Hälfte allein in Deutschland. Sein gegabelter Schwanz und sein leicht anmutender Flug lassen ihn schnell erkennen. Oft fliegt er majestätisch ohne einen Flügelschlag, nach Beute suchend, durch die Lüfte. Er ist nicht wählerisch. Kleine Wirbeltiere, Fische, aber auch tote Tieren (die meist dem Autoverkehr zum Opfer fallen) sind seine bevorzugte Mahlzeit. Rotmilane sind keine Zugvögel. Wird es aber hier zu kalt und er findet nicht ausreichend Nahrung, dann zieht er in wärmere Gefilde. Man spricht auch von Strichvögel, die kein festes Winterquartier aufsuchen. Sein naher Verwandte, der Schwarzmilan, zieht spätestens Anfang September nach Nordafrika. Mehr Bilder und Bericht, siehe "Rotmilan"
Rhapsodie in Gelb
Es ist immer überwältigend, wenn bei uns die Rapsfelder erblühen. Das satte Gelb erfreut unser Auge. Für Landschaftsfotografen ein Muss, mit der Kamera schöne Bildkompositionen zu gestalten. Aber auch die Vogelfotografen nutzen die Gelegenheit, ihre Lieblinge möglichst im satten Gelb zu erwischen. Jedes Jahr fiebere ich der Zeit entgegen. Aber die kleinen Burschen richtig zu erwischen ist leichter gesagt als getan. Mit dieser Seite möchte ich gerne meine Vorgehensweise beschreiben, siehe Link. "Vögel im Raps"
Alleen in Deutschland
Alleen üben auf uns Menschen eine besondere Faszination aus. Einst angelegt als Wegweiser für Bauern, Händler aber auch Militär, weisen einige ein stolzes Alter auf. Zudem kam/kommt noch der Nutzen für den Schutz vor Wind und Wetter hinzu. Heute dienen sie auch als Luftreiniger, Co2 Speicher und kleine Biotope. Da wo die alten Straßen und Wege nicht Platz gemacht haben für den Autoverkehr, sind sie Oasen für Spaziergänger.
Jede Jahreszeit vermittelt einen anderen Charakter der Alleen. Die abstrakten Stämme und Äste im Winter, das zarte Grün im Frühjahr, das schattenspendende Grün im Sommer und zum finalen Höhepunkt, die leuchtende Farbenpracht im Herbst. Kurz um, Alleen genießen ein hohes Ansehen bei uns Menschen. Von daher werden sei auch nicht so schnell für andere Projekt geopfert.
Für so einen leidenschaftlichen Naturfotografen wie ich, ist das Fotografieren dieser Meisterwerke der Natur ein lohnendes Ziel. Aber gar nicht so einfach sie richtig in Szene zu setzten. Mehr, siehe "Alleen"
"Lost Places - Die Charlott Terrassen in Würzburg"
1922 erbaut als Ausflugs-Café. 1960 wurde es geschlossen. Weshalb dieses Grundstück verkommt, kann ich nicht nachvollziehen. In bester Lage mit Blick auf Main, Würzburg und der Festung schreit es nach einem zahlungsfähigen Investor.
Für Lost Places Fotografie gibt es eine hart gesottene Fangemeinde. Die Suche nach verlassenen Orten ist auch zu einem lohnenden Geschäft geworden. Es werden Reisen mit Führungen zu bekannten Orten angeboten. Tschernobyl ist wohl die bekannteste. Hier darf man nur geführt Fotos erstellen. In einigen Räumen ist die Stoppuhr immer dabei. Bei uns ist die bekannteste Lost Places Location „Beelitz“, eine ehemalige Heilanstalt. Allerdings ist seit diesem Jahr die Erlaubnis zum Fotografieren eingestellt worden.
Viele suchen auf eigene Faust ihre verlassenen Orte. Aber Vorsicht: oft ist das Betreten untersagt und meist das Gelände eingezäunt. Jedes Jahr gibt es Verletzte und sogar Tote, die durch marode Decken abschmieren. Aber auch ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, paar geheimnisvollen Orte auf eigene Faust aufzusuchen. Mehr Bilder, siehe Link "Charlott Terrassen"