Faszination Vogelfotografie Teil 2


Zentral-Spanien

"Steinadler-Shooting"

 

An zwei Tagen saß ich an. Eine grandiose Landschaft auf 1700 Meter Höhe in der Sierra de Guatarrama. Rotmilane, Bussard, Blauelstern und mehr vertrieben mir das Warten auf den Steinadler. Am zweiten Tag endlich. Ein Weibchen in voller Pracht, setzte sich auf einen Baumstumpf nieder. Ca. 17 Minuten konnte ich den Vogel in unterschiedlichen Positionen fotografieren. Alles hat gepasst. So konnte ich auch schön den Vogel freistellen.

 

Aufnahmeort: Spanien in der Sierra de Guatarrama

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv auf Stativ

Belichtungszeit 1/2000s, Blende 4,5f, ISO 1000, Brennweite 500mm, Mittelfeldmessung


"Departure"

 

Ansitzfotografie ist keine Zoofotografie. Viel Geduld und ein bisschen Glück gehört dazu, um solche Fotos zu schießen. Auch kann es vorkommen, dass man gänzlich mit leeren Händen vom Steinadler nach Hause kommt. Aber da gibt es ja noch den Beifang. Vom Rotmilan habe ich an den zwei Tagen eine Serie hingelegt, da kann ich sagen, besser geht es nicht.

Zurück zum Steinadler. Was für ein herrlicher Vogel. Hoffen wir, dass sein Bestand stabil bleibt. Auch in Deutschland kann der Vogel wieder beobachtet werden.

 

Aufnahmeort: Spanien in der Sierra de Guatarrama

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv auf Stativ

Belichtungszeit 1/2000s, Blende 4,5f, ISO 1000, Brennweite 500mm, Mittelfeldmessung

 


"Streit 1"

 

Unser Ranger legte für den Adler und Co paar kleine Leckereien in Form von Hühnerklein aus . Das hat der Bussard schnell mitbekommen. Aber auch die Rotmilane. Die Rotmilane versuchten dem Bussard mit gewagten Flugmanövern seinen Anteil streitig zu machen. So konnte ich schöne Aktionsfotos schießen. Mitunter waren so an die 10 Rotmilane an der Stelle. Also, Langeweile für mich? Fehlanzeige!

 

Aufnahmeort: Spanien in der Sierra de Guatarrama

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv auf Stativ

Belichtungszeit 1/2000s, Blende 4f, ISO 2000, Brennweite 500mm, Mittelfeldmessung


"Streit 2"

 

Auch auf diesem Bild sehen wir die Attacken von den Rotmilanen. Der kleinere Bussard verteidigte seine Beute wehrhaft. Die Angriffe gingen aber nicht soweit, dass sich die Tiere gegenseitig verletzen. Im Gegensatz zum Bussard, sind die Rotmilane nur Gäste in Spanien. Im März ziehen sie wieder zurück zu ihren Brutgebieten. Es gibt nur noch 120 000 von diesen schönen Vögeln. Die Hälfte davon brüten in Deutschland.

 

Aufnahmeort: Spanien in der Sierra de Guatarrama

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv auf Stativ

Belichtungszeit 1/2000s, Blende 4f, ISO 2000, Brennweite 500mm, Mittelfeldmessung


"Was für ein schöner Vogel"

 

Ein Rotmilan in voller Pracht. Nicht oft setzten sich die Milane so gelassen auf einen Stein. Sie lieben eher die Lüfte. Der Rotmilan besticht durch seine herrliche Färbung. Das rotbraune Gefieder, unterbrochen vom blaugrauen Kopf, bis hin zu den gelben Füßen, ist er einfach nur eine Augenweide. Sein Verwandter, der Schwarzmilan, kann da nicht mithalten. 

 

Aufnahmeort: Spanien in der Sierra de Guatarrama

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv auf Stativ

Belichtungszeit 1/1600s, Blende 4,5f, ISO 1600, Brennweite 500mm, Mittelfeldmessung


"Schau mir in die Augen"

 

Nur kurz ließ sich der Bussard ganz dicht vor unserer Hütte nieder. Schaute skeptisch zu uns. Da ist doch was? Obwohl die Scheiben verspiegelt waren, muss er uns wahrgenommen haben. Schnell verließ er den Platz um sich etwas weiter weg zu platzieren. Sicher ist sicher. Ich konnte aber noch eine schöne Portraitaufnahme schießen. Danke dafür!

 

Aufnahmeort: Spanien in der Sierra de Guatarrama

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv auf Stativ

Belichtungszeit 1/1600s, Blende 4f, ISO 3200, Brennweite 500mm, Mittelfeldmessung


Kapverden

"Später Nachmittag"

 

An einem Stausee auf der Insel Santiago entstand das Bild. Die Sonne stand tief. In der Luft lag feiner Sahara-Staub und gab dem Licht eine besondere Note. An der Abrisskante stand eine Gruppe von Löffler. Es sind noch keine geschlechtsreifen Tiere. Die Alttiere waren unterwegs zu ihren Sommerbrutgebieten. Nachweislich auch Tiere, die in den Niederlanden brüten. Behutsam schlich ich mich heran. Ein paar grasende Kühe gaben mir Deckung.

 

Aufnahmeort: Kapverden, Santiago

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv, Canon 2x Telekonverter auf Stativ

Belichtungszeit 1/400s, Blende 10f, ISO 400, Brennweite 1000mm, Mittelfeldmessung


"King-Fisher auch ohne Fisch"

 

Der Graukopflist ist eine endemische King-Fisher-Art auf den Kapverden. Wahrscheinlich wurden seine Vorfahren durch Stürme vom Festland Afrika auf die Insel getrieben. Hier mussten sie sich der neuen Lebensumgebung anpassen. Keine üppigen Wasserströme und Seen, in denen diese Arten gewöhnlich nach Fischen jagen. Auf den Kapverden ist das Wasser knapp. So haben sich diese Vögel auf große Insekten wie Libellen und Heuschrecken spezialisiert.

 

Aufnahmeort: Kapverden, Santiago

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv, Canon 2x Telekonverter, aus der Hand

Belichtungszeit 1/1250s, Blende 9f, ISO 1250, Brennweite 1000mm, Mittelfeldmessung


"Durstig"

 

Die Weißstirnlerche ist ein Wüstenvogel. Aber auch diese Vögel brauchen ab und zu Wasser. Am Vormittag kommen sie aus den trockenen Gebieten der Insel Santiago an eine Süßwasserlagune zum Trinken. Wir legten uns auf den Boden und wurden mit Tarntüchern bedeckt. Nun hieß es geduldig warten. Das Bild überzeugt durch die bodentiefe Perspektive und der geringen Tiefenschärfe. Es handelt sich bei diesem Tier um ein Weibchen. Die Männchen sind dunkel gefärbt und die Stirn hellbeige. Daher auch der Name.

 

Aufnahmeort: Kapverden, Santiago

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv, Canon 1,4x Telekonverter, aus der Hand

Belichtungszeit 1/500s, Blende 5,6f, ISO 100, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Balzflug im hohen Tempo"

 

Nahe am Flughafen von Santiago entstand dieses Bild. An den wilden Klippen flogen die Rotschnabel-Tropikvögel ihre Balzflüge. Schnell und rasant ging es hin und her. Eine Herausforderung an den Fotografen. Die meisten Aufnahmen waren für die Katz. Entweder waren die Vögel nicht richtig positioniert, oder der Autofokus griff nicht rechtzeitig. Nur ein Bruchteil der Aufnahmen war zu gebrauchen. Hat trotzdem spaß gemacht, diese grazilen Flieger zu beobachten.

 

Aufnahmeort: Kapverden, Santiago

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv, Canon 1,4x Telekonverter, aus der Hand und auf Stativ

Belichtungszeit 1/6400s, Blende 6,3f, ISO 1000, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Sturzflug"

 

Am Hafenbecken von Sal Rai auf der Insel Boa Vista flogen die Weißbauchtölpel hin und her. Immer auf der Suche nach einen leckeren Fisch. Haben sie einen vielversprechenden Kandidaten erspäht, geht es mit schon skurrilen Flugmanövern ab in die Tiefe. Kurz vor dem Eintritt ins Wasser legen sie ihre Flügel an. Dann stoßen sie wie ein Pfeil ins Wasser. Die meisten von mir beobachteten Versuchen gingen aber ins Leere. Basstölpel gibt es verschiedene Unterarten. Auf der Insel Helgoland, nistet dieser gänsegroße Vogel in einer großen Kolonie von ca. 500 Paaren. Siehe hier auch meine Bilder auf "Faszination Vogelfotografie Teil 1".

 

Aufnahmeort: Kapverden, Boa Vista

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv, Canon 1,4x Telekonverter, aus der Hand

Belichtungszeit 1/2500s, Blende 5,6f, ISO 320, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


Donaudelta

"Aufbruch"

 

Sechs Tage waren wir mit dem Boot kreuz und quer durch das Donau-Delta unterwegs. Mit Daniel hatten wir einen erfahrenden Führer, der im Delta geboren und aufgewachsen ist. Ob Botanik oder Vogelwelt, er konnte immer eine Antwort liefern. Behutsam fuhr er mit dem Boot an die Tiere heran. Wusste die Fluchtdistanzen einzuhalten. Bei diesem Bild hoben die Rosa Pelikane ab. Warum auch immer. Habe aus der Hand dann diese Aufnahme gemacht. Was für eine Dynamik wurde hier festgehalten!

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2000s, Blende 5,6f, ISO 160, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Licht aus Spots an"

 

Wir waren mit dem Boot auf dem Weg zurück zu unserem Basislager. Auf einer Sandbank stand eine Gruppe von Rosa Pelikanen. Hinter uns tat sich eine dunkle Gewitterfront auf. Wir suchten Schutz an einer Uferböschung. Schnell spannten wir die Plane über das Boot, darin hatten wir schon Übung. Und dann ging es auch schon los. Ein heftiges aber kurzes Gewitter mit Hagelkörnern, größer als Erbsen. So schnell wie es gekommen war verschwand es auch. Wir fuhren anschließend nochmal zu den Pelikanen. Die Abendsonne lugte schon wieder hervor und ließ die Vögel erleuchten. Im Hintergrund die dunkle Front des abziehenden Gewitters. Was für ein Fotoszenario bot sich uns. Es war einer der unvergesslichen Momente der Reise.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/1000s, Blende 6,3f, ISO 500, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Morgenstimmung"

 

Wir waren von früh morgens bis zum Sonnenuntergang mit dem Boot unterwegs. An diesem Morgen standen paar Pelikane noch etwas träge auf einer Sandbank. Die ersten Sonnenstrahlen ließen die Tiere wie aus Porzellan wirken. Auch ist die rosa Färbung schön zu erkennen, die dem Vogel seinen Namen Rosa Pelikan verdankt. Es sind imponierende Vögel, mit einer gewissen Ausstrahlung. Der Charaktervogel des Deltas. Es dauerte nicht lange, dann machten sie sich auf dem Weg um mit vielen anderen Artgenossen zu Fischen. Ein einmaliges Schauspiel, welches wir paarmal beobachten konnten. Zig tausende von Kormorane vorneweg, die Pelikane hinterher, um die in Panik geratene Fische einzufangen.  

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2500s, Blende 6,3f, ISO 400, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


 "Sonnenaufgang im Delta"

 

Früh aufstehen ist Pflicht, wenn man schon mal in dieser herrlichen Natur ist. So erlebt man auch die schönen Sonnenaufgänge. An einem See schwamm ein einsamer Pelikan. Daniel lenkte das Boot so, damit wir den Vogel schön mit der aufgehenden Sonne in Szene setzten konnten. Der frühe Morgen lässt Zeit für stimmungsvolle Landschaftaufnahmen. Schauen sie doch mal auf meine Seite "Reisen-Bilder-Rumänien". Hier finden sie Landschaftsaufnahmen von dieser herrlichen Fototour. Bei diesem Bild musste ich manuell fokussieren. Der Autofokus, hat aufgrund der geringen Kontrasttiefe, versagt. 

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/800s, Blende 5,6f, ISO 250, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Flugschau"

 

Die Löffler zählen nicht zur der Familie der Reiher, wie viele irrtümlich vermuten, sondern zu der Familie der Ibise. Komische Gesellen, die mit ihrem löffelartigen Schnabel im seichten Wasser nach kleinen Krebsen und anderen Tierchen durchsuchen. Wir waren in einer kleinen Kolonie von diesen Vögeln. Eine kleine Gruppe stand auf einem abgestorbenen Baum. Einer verließ die Gruppe und ich konnte ihn im Flug erwischen. Eine schöne Flugstudie von diesem herrlichen Vogel. Ich musste auch hier frei Hand fotografieren. Von daher stellte ich die Kamera auf 1/3200s ein um ein verwacklungsfreies Bild zu bekommen.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/3200s, Blende 5,6f, ISO 500, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"In Position"

 

Der Tag war bedeckt und teilweise hat es geregnet. Kein Grund schlechte Bilder von Vögeln zu machen. Ganz im Gegenteil. Manchmal spielt ein bedeckter Himmel dem Fotografen in die Karten. Hier das Beispiel vom Löffler. Hätte die Sonne geschienen, wäre der Kontrast Vogel, Baum und Himmel zu stark gewesen. Mit dem gedämpften Hintergrund bekomme ich die sanften Töne des Vogels dargestellt (die orange Färbung am Ende des Halses und das zarte Grün des Weidenbaumes). Vogel, Äste und das grüne Laub ergeben so eine schöne Bildkomposition mit sanften Farbtönen.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/3200s, Blende 6,3f, ISO 800, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Der Feinschmecker"

 

Der Braune Sichler ist oft in Ufernähe anzutreffen. Meist auch in kleinen Gruppen. Fleißig stochert er im Schlick nach Würmern und anderen Insektenlarven. Hier auf dem Bild hat er einen besonderen Leckerbissen erwischt, eine Wasserschnecke. Wie eine Pinzette, benutzt der Sichler seinen Schnabel. Der Braune Sichler gehört zur Familie der Ibise. In der Sonne schimmert sein Gefieder grün-, und blaumetallic. Schön auch seine Gesichtszeichnung.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2500s, Blende 5,6f, ISO 1600, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Einbein-Akrobat"

 

Der Stelzenläufer war für mich ein Wunschkandidat auf dieser Tour. Ich fragte Daniel: werden wir auch Stelzenläufer fotografieren können im Delta? Er antwortete mir: mal sehen, vielleicht? Die Landschaftsformationen sind unterschiedlich im Delta. Da gibt es die Auenwälder mit engen Fahrrinnen. Mystisch und geheimnisvoll. Dann wieder große flache Seen mit Seerosen und anderen Schwimmpflanzen übersät. Zum Ende des Deltas die ausgedehnten Schilfgebiete (übrigens das größte zusammenhängende Schilfgebiet der Welt). Und an den großen Wasserläufen sind Uferzonen mit Grasflächen. Genau hier ist der Lebensraum von Uferschnepfen, Braune Sichler, Löffler und dem Stelzenläufer. An einem Tag endlich die Gelegenheit diesen Vogel vom Boot aus, aus der Nähe zu fotografieren. Im besten Abendlicht. Das war auch das einzige mal so nah an ihm heranzukommen. 

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2500s, Blende 5,6f, ISO 1250, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Alles im Blick"

 

Und wieder zog eine Gewitterfront vor uns auf. Oben auf einem abgestorbenen Ast thronte ein Seeadler. Langsam und behutsam fuhren wir mit dem Boot an den Seeadler heran. Er schien sich nicht sonderlich stören zu lassen. Wäre einer von uns im Boot aufgestanden, hätte er bestimmt das Weite gesucht. Nun hatten wir diesen tollen Hintergrund mit der dunklen Front. Die Blätter des Baumes und der Adler befanden sich noch im Sonnenschein. Eine schöne Komposition konnte so dargestellt werden. 

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2500s, Blende 6,3f, ISO 2000, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Majestätisch"

 

Der Seeadler lies uns noch dichter heran, sodass ich Ihn schön in seiner vollen Pracht ablichten konnte. Adler faszinieren uns immer wieder. Seine Ausstrahlung hat etwas würdevolles, souveränes. Nicht von Ungefähr wird er in vielen Ländern in Wappen auf Münzen und in vielen Mythen verehrt. 

Gottseidank wird er nicht mehr als Nahrungskonkurrent gejagt. In den meisten Ländern steht er unter strengem Schutz, sodass sich die Bestände langsam wieder erholen.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/1600s, Blende 5,6f, ISO 2000, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Gelbe Socken sind in"

 

Das Delta beginnt sich am Anfang langsam aufzuteilen. Erst dominieren noch breite Ströme, die sich aber zunehmend zerteilen. Sie schlängeln sich durch Auenwälder, die teilweise nicht viel Licht durchlassen. Dies war auch bei diesem Bild so. Der Seidenreiher stand auf einem Baumstumpf und pirschte nach Beute. Im Hintergrund die dichte Uferbepflanzung, die am Ufer kein Grün zuließ. So konnte ich das kontrastreiche Foto schießen. Weißer Reiher mit schwarzen Hintergrund. Und als I-Tüpfelchen die gelben Socken. Da brauche ich kein Photoshop.  

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2500s, Blende 5,6f, ISO 3200, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Der Spagat"

 

Ca. 120 Paare von diesem Vogel werden in Deutschland geschätzt. Tendenz abnehmend. Die Zwergrohrdommel ist ein heimlicher Jäger. Im Schilf ist sie so gut wie nicht auszumachen. Es sei denn, sie kommt, so wie dieses Männchen, aus dem Dickicht hervor. Das Männchen war wohl auf Brautschau und dabei ein bisschen unvorsichtig. Es gibt die Große und die Kleine Rohrdommel. Die Große Rohrdommel ist im Delta ausgesprochen selten. Der kleiner Bruder ist allerdings noch sehr häufig anzutreffen. Rohrdommeln zählen zu der Familie der Reiher. 

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/1600s, Blende 5,6f, ISO 500, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Heimlicher Jäger"

 

Der Nachtreiher ist ein schöner Vogel, der auch auf meiner Wunschliste stand. In Deutschland trifft man ihn nur im Süden an und dort auch sehr selten. Er ist sehr scheu, auch im Donaudelta. Oft flog er schon weg, bevor wir unsere Kameras griffbereit hatten. Dieser allerdings ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. An ihn konnten wir ganz dicht heran. Vielleicht hatte er gerade einen dicken Fisch im Blick und wollte sich ihn nicht von uns nehmen lassen. Sei es drum, ich konnte ihn schön ablichten, hinter dunklem Hintergrund. So ist der Vogel schön freigestellt und seine schöne Färbung kommt gut zur Geltung. Lustig seine dezenten langen weißen Schmuckfedern auf dem Kopf. Diese machen ihn so unverwechselbar.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/1600s, Blende 5,6f, ISO 3200, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Schnell weg"

 

Eine schöne Flugaufnahme vom Nachtreiher ist mir hier gelungen. Wie schon oben beschrieben, ist dieser Vogel sehr scheu. An dem Vogel gefallen mir die Farben und Übergänge vom Blaugrau ins Weiß. Auch die Schmuckfedern wirken sehr keck. Die Reiher brüten oft in Kolonien. Dort fühlen sie sich sicher vor ihren Feinden. Mehrere Augen sehen mehr. In so einer Kolonie geht es sehr laut zu und oft gibt es Streit um stibitztes Nestmaterial des Nachbarn.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/3200s, Blende 5,6f, ISO 3200, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Reiherparadies"

 

Das Donaudelta ist ein Reiherparadies. Acht Arten konnte ich beobachten, davon sieben herrlich ablichten. Silber-, Pupur-, Nacht-, Seiden-, Rallen-, Grau-, Kuhreiher, sowie die Zwergrohrdommel. Der Rallenreiher zählt zu den kleinsten und häufigsten Reihern im Delta. Mit seiner dezent beigen, bis hin zur weißen Färbung ist er auch leicht von den anderen Reihern zu erkennen. Aber sein besonderes Merkmal ist der Schnabel. Er ist leuchtend blau nur die Spitze ist schwarz.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2000s, Blende 6,3f, ISO 320, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Auf der Pirsch"

 

Ich habe viele schöne Aufnahmen vom Rallenreiher gemacht, sodass mir die Auswahl schwer fiel, ihn hier nochmal mit einem Bild zu würdigen. Schauen sie doch auch mal auf meine Seite "Vogelparadiese - Rumänien Donaudelta". Dort finden sie mehr Bilder von diesem herrlichen Vogel. Ich habe mich schließlich für dieses Bild entschieden. Zeigt es doch die typische Pirschhaltung des Vogel und die schöne, markante Schnabelfärbung. Übrigens, die meisten Vögel im Delta ziehen im Winter in den Süden. Das Donaudelta liegt im Einfluss des östlichen Festlandklimas. Im Winter erreichen die Temperaturen bis -35°. Dann sind nur die Hauptarme des Deltas frei vom Eis. Das ist dann auch die Zeit, wo das Schilf geerntet wird.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2000s, Blende 5,6f, ISO 500, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Wasserbett"

 

An einem frühem Vormittag gelangten wir an einen See, der teilweise mit grünen Wasserpflanzen bedeckt war. Ein idealer Ort für eine Brutkolonie von Weißbartseeschwalben. Sie waren in Paarungstimmung. Ständig wurde Nistmaterial aus den anliegenden Wasserplanzenteppiche im Flug gezupft. Gezänk und Diebstahl von Nistmaterial war unter den Paaren gang und gebe. Ließ sich ein Weibchen nieder, brachte oft das Männchen kleine Fischchen als Braugeschenke vorbei. Diese flinken Gesellen im Flug zu erwischen war eine Herausforderung. Eine gute Stunde haben wir das Treiben fotografiert. Von den vielen Aufnahmen, blieben nur wenige brauchbare Bilder über.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2500s, Blende 6,3f, ISO 640, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Vogelfrei"

 

Es ist viel Geduld und Ausdauer erforderlich um diese Vögel beim Flug abzulichten. Zu flink sind die Weißbartseeschwalben unterwegs. Nur mit einem schnellen Autofokus und das Gefühl, wann drücke ich ab, sind solche Bilder möglich. Außerdem können wir Vogelfotografen uns glücklich schätzen, was uns die neue Technik in der digitalen Kamerawelt ermöglicht. Weißbartseeschwalben und auch die Trauerseeschwalben, brüten in Kolonien. Auf Schwimmpflanzen bauen sie ihre einfachen Nester. Sehr fragil und anfällig gegen Unwetter. Ein Gewitter mit Hagel zerstörte eine Trauerseeschwalben-Brut-Kolonie einen Tag zuvor.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/2000s, Blende 6,3f, ISO 2000, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Der Meister im Nestbau"

 

Durch Zufall entdeckte einer aus unserer Gruppe die Nester von der Beutelmeise. Direkt am Ufer an einem Weidenbaum befand sich ein halbfertiges Nest. Wir warteten ein Weile, bis der Baumeister kam. Die Aufnahmebedingungen waren eine Herausforderung. Der Wind peitschte das Nest hin und her. Ich musste meine Kamera auf eine Verschlusszeit von 1/4000s einstellen. Von vielen Aufnahmen ist dies das einzig brauchbare geworden. Die Nester der Beutelmeise sind wahre Kunstwerke. Eine Mischung aus stabilen Grashalmen und feinen Material vom Rohrkolben. Die Nester sind so stabil, dass man sie früher auch als Hausschuhe benutzte. 

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 1,4x, frei Hand

Belichtungszeit 1/4000s, Blende 5,6f, ISO 3200, Brennweite 700mm, Mittelfeldmessung


"Einfach nur schön"

 

Ich saß am späten Nachmittag auf die Blauracke an. Ein Ast an der Abrisskante war ihr Anflugsplatz, bevor es in die Bruthöhle ging. Aber auch Bienenfresser benutzten diesen Ast als Landeplatz nach ihren Beutezügen. Insekten aller Art stehen bei ihnen auf dem Speisezettel und am liebsten Libellen. Der Vogel im Bild hat solch einen Fang im Schnabel. Ich fokussierte manuell auf den Ast. Dann wartete ich geduldig auf den Anflug. Bevor der Vogel den Ast anflog drückte ich ab, mit schneller Serienaufnahme. So entstand dieses Bild. Bienenfresser gibt es mittlerweile auch in Deutschland, siehe auch weiter unten, eine Serie von mir von diesen farbenprächtigen Vögeln.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 2x, Stativ und Video-Neiger

Belichtungszeit 1/1250s, Blende 8f, ISO 1250, Brennweite 1000mm, Mittelfeldmessung


"Mein Wunschvogel"

 

Die Blauracke stand bei mir ganz oben auf meiner Wunschliste. Einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag saß ich im Tarnzelt an. Ein Ast diente den Vögeln als Anflugsplatz. Leider waren die Vögel schon mit dem Brüten beschäftigt, sodass nur bei der Brutablösung die Vögel den Ast anflogen und das kann dauern. Trotzdem konnte ich diesen Vogel in der späten Abendsonne herrlich ablichten. Die Brauracke ist in Deutschland schon lange ausgestorben. Das letzte Brutpaar verschwand 1989 in der Niederlausitz. Der Vogel ist Elstergroß. Die Farben sind fantastisch. Auch im Flug nochmal zusätzlich eine Augenweide.

 

Aufnahmeort: Donaudelta

Zur Aufnahmetechnik:

Canon 5D IV, 500mm Canon-Objektiv mit Telekonverter Canon 2x, Stativ und Video-Neiger

Belichtungszeit 1/4000s, Blende 8f, ISO 1600, Brennweite 1000mm, Mittelfeldmessung