Panorama-Fotografie

Panoramabilder – Tipps und Tricks für beeindruckende Bilder 

 

Was benötige ich hierfür?


– Digitalkamera, möglichst mit kleiner Brennweite (Weitwinkelobjektiv wäre gut) 

– Software, die die Einzelbilder zusammensetzen (Freeware HugIn kann nur JEG-Bilder zusammensetzen. Ligthroom 6 oder Photoshop Elements 13, 14 – können auch RAW-Format verarbeiten. Canon Stitch-Programm, wird beim Kauf mitgeliefert (würde ich nicht empfehlen).

- Eventuell ein Stativ (bei schlechten Lichtverhältnisse erforderlich)

 

Wann setzte ich Panos ein?


– Landschaftsaufnahmen. Schöner Überblick auf eine weite Landschaft, einbinden von Wolkenbildern – Urlaubsfotografie. Einbindung in Fotobüchern oder Titelseite – Wenn das Weitwinkelobjektiv nicht ausreicht (erweitertes Weitwinkel) Vorteile von Panos
– beeindruckende Bilder, die eine Weite vermittelt – gestochen scharfe Bilder, da aus mehreren Bilder zusammengesetzt und somit hohe Pixelzahl. Auf einer Doppelseite abgebildet kann man jedes kleine Detail erkennen.

– Abwechslung im Formateinerlei

 

Nachteile von Panos

 

– große Datenmenge. Kann Probleme beim Aufrufen auf dem PC (alten) hervorrufen.

– Die nicht standardisierten Formate können nicht ohne weiteres an Fotoprinter ausgedruckt werden.

- Zusatz-Software ist erforderlich

- Zeitaufwand bei der Erstellung


Wenn ihr diese Technik erst mal verinnerlicht habt, wird dies eine feste Größe bei euren zukünftigen Landschaftsaufnahmen einnehmen. Das Prinzip scheint simpel zu sein, bedarf aber einiger Vorkenntnisse. Das Bild oben zeigt schon die Hauptvoraussetzung. Mehrere Bilder ergeben
ein Panoramabild. Dank auch durch Software, die es noch für umsonst zu haben gibt (HugIn).
Das Bild ist in Island entstanden und zeigt eine typische Landschaft im Winter. Noch nicht mal mit einem Superweitwinkelobjektiv hätte ich diesen herrlichen Panoramablick aufnehmen können.

 

Vorgehensweise:

 

1. Ihr stellt euch so auf, dass ihr in der Mitte des angedachten Bildes steht. Die Beine leicht gespreizt für einen sicheren Halt. Natürlich kann man auch mit einem Stativ arbeiten. 2. Kamera hochkant stellen (eigentlich immer bei solchen Aufnahmen, siehe auch Beispiel oben). 3. Dann stellt ihr auf AV und die Blende, wie oben schon beschrieben auf 11f. Das erste Foto wird gemacht.
4. Das gemachte Bild wird mit der Info-Taste analysieren und die Verschlusszeit ermittelt.

5. Auf den M-Modus wechseln. Die Blende 11f einstellen und die ermittelte Verschlusszeit einstellen. Dieser Schwenk auf den M-Modus verhindert, dass der Sensor durch unterschiedliche Verschlusszeiten unterschiedliche Helligkeiten erzeugt.

6. Jetzt wieder gerade hinstellen und über die Hüfte nach links drehen, bis zum gewollten Anfang des Bildes. Foto erstellen. Leicht nach recht drehen und mit einer Überdeckung von ca. 25% bis 30% das zweite Foto erstellen, bis das rechte Ende erreicht ist. Darauf achten, dass man auf einer Ebene bleibt. Wenn der Horizont sichtbar ist, kann dieser zu Orientierung dienen.

7. Notfalls wiederholen mit einer längeren und mit einer kürzeren Verschlusszeit.

8. Endlich zu Haus angekommen gleich ran an den PC. Bilder im Programm Hugin öffnen und abwarten was herauskommt.

Panoramabilder – aus einem Bild zurechtgeschnitten


Panoramabilder können auch aus einem einzigen Bild generiert werden, indem es entsprechen zurechtgeschnitten wird. Dies empfiehlt sich aber nur, wenn die Bilder nicht zu stark vergrößert werden. Ein normales Bild in JPG hat so um 3 bis 6 MB. Beim Pano werden dann noch Bereiche abgeschnitten, sodass sich die Pixelzahl nochmal verringert. Für Doppelseiten im Fotobuch, oder Poster würde ich hier abraten.

Ein Beispiel, aus meiner Lehrgangsunterlage „Landschafts- und Naturfotografie“, zeigt das Foto oben, welches ich zu einem Pano zurechtgeschnitten habe. Aber hier braucht man eine Software, mit denen ein Zuschneiden der Bilder möglich ist.

Viele Kameras bieten schon Kamerainterne Zuschnitte an. Oft ist auch ein Panorama-Format dabei. Aber auch hier wird nur die Sensorgröße beschnitten.

Panoramaaufnahmen – als erweitertes Weitwinkelobjektiv


Beispiel Pano als erweitertes Weitwinkel.
Bei diesem Bild habe ich zuerst versucht die grandiose Landschaft auf herkömmliche Weise abzulichten. Also das was mein Sensor mit dem entsprechenden Objektiv hergibt. Alles ein bisschen gequetscht. Dann habe ich die Kamera hochkant gestellt und aus vier Bildern ist das hier gezeigt Bild entstanden. Ich habe somit die Aufnahmengrenzen erweitert. Die dramatischen Gewitterwolken kamen hinzu und erhöhen nochmal die Landschaftskomposition. Rechts unten der Busch bildet den Vordergrund ab und gibt dem Betrachter halt. Links kam die Straße hinzu und gibt der Gesamtkomposition den letzten Schliff. Also, ihr braucht nicht immer ein teures Weitwinkelobjektiv oder Fisheye, es geht auch günstiger. Und das Bild hat eine sehr hohe Auflösung. Zieht man die Überschneidungen ab, besteht das Bild aus dreimal so viele Pixel, als ein Einzelbild. Selbst das Boot in der Mitte, kann ich durchs Zoomen noch klar erkennen.

Das Bild ist im Format fast identisch mit dem üblichen Format 3/4.


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