Bilder präsentieren

Meine Bilder präsentieren

 

Vorwort

 

Wenn ihr fotografiert, wollt ihr sicherlich auch eure Bilder zeigen und nicht unter eurem Kopfkissen legen. Das ist auch wichtig, um seinen eigenen Stiel zu entwickeln. Die Meinung und Bestätigung von Außenstehenden kann hilfreich sein. Allerdings Vorsicht - nicht jedes Bild muss Jedem gefallen! Wenn es euch gefällt, ist es erstmal die Grundvoraussetzung, um mit dem Hobby weiterzumachen. Trotzdem lernt man auch von konstruktiver Kritik Anderer. Ihr werdet es schon merken, ob die Kritik berechtigt ist, oder ob auch Neid des Betrachters durchscheint.

Es gibt eine Menge an Möglichkeiten seine Bilder zu präsentieren. Ich hoffe, dass das ein oder andere für euch dabei ist.

 

Von der Wahrnehmung bis zum Ausdruck

 

Objektwahrnehmung des menschlichen Auges

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Aufnahmedarstellung der Kamera

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Bild auf dem PC

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der Ausdruck

 

Anhand der Darstellung oben seht ihr, dass es immer eine Diskrepanz gibt zwischen dem, was wir wahrnehmen und zu dem was am Ende herauskommt! Fotografieren hat nicht den Anspruch die Wahrheit zu vermitteln. Kann es nicht, und das ist auch gut so. Fotografieren hat viel mit der persönlichen Darstellung des Objektes zu tun und mit eurer Kreativität.

In meinen Lehrgängen gebe ich ein Beispiel, welches ihr zu Hause auch nachvollziehen könnt. Geht auf Google und gebt "Taj Mahal" ein. Das berühmte Bauwerk kennt jeder und jeder hat es vor Augen, wenn der Name fällt. Nun geht auf Google und drückt oben auf Bilder. Google listet die Bilder auf, die von diesem Bauwerk eingestellt wurden. Viele Bilder erscheinen auf der Seite, und ihr seht, alle sind unterschiedlich, obwohl im Jahr millionenfach fotografiert.

Für euch gilt es, euren eigenen Blick auf ein Objekt zu richten, den richtigen Bildausschnitt, die interessanteste Position, euer Gefühl für Farben und Licht zu entwickeln. "Ihr macht die Bilder und nicht eure Kamera, die hilft lediglich nur dabei!"

 

Gute Bilder erzählen eine Geschichte“

 

- das Bild richtig betiteln

 

Wenn ihr eure Bilder zeigt, dann gebt den besonders guten einen Titel. Der sollte kurz und knackig sein. Das Bild oben könnte ich so betiteln - "der Blumenbinder", noch besser "Blumenbinder in Pune". Das zweite Beispiel hat schon viel mehr Aussagekraft. Der Betrachter wird schon im groben abgeholt. Noch besser sind Metaphas. Ein Beispiel aus den Lehrgangsunterlagen, das Phaeno am Abend, siehe auch "Fotografieren bei Nacht". Ich habe das Bild betitelt als "Ayers Rock in Wolfsburg". Auch humorvolle Beziehungen können hergestellt werden. Beispiel "es hat Zoom gemacht". Das Bild zeigt die Autotürme der Autostadt mit der Zoomtechnik aufgenommen. Ihr werdet merken, die Betrachter schauen jetzt schon genauer hin und werden neugieriger auf eure Bilder.

 

- eine Geschichte zum Bild erzählen

 

Natürlich erzählt ihr nicht zu jedem Bild eine Geschichte. Das wäre für den Betrachter ermüdend. Aber bei besonderen Bilden kann es sehr inspirierend wirken. Erzählt warum ihr gerade dieses eine Bild schön findet. Erzählt auch, wie es entstanden ist. Ein Erlebnis kurz vor oder danach. Der Betrachter wird das Bild hinterher mit ganz anderen Augen sehen. Ein Beispiel hierfür findet ihr unter Foto-Rezepte - Bildaufbau - "Pärchen am einsamen Strand von Zanzibar"

 

Das Fotobuch "Gestaltungshinweise"

 

Fotobücher zu erstellen macht Spaß. Die Bücher kann man schnell ziehen und zeigen. Zudem ist es eine schöne Gelegenheit, den Urlaub, oder andere Gelegenheiten, Revue passieren zu lassen. Ich möchte beschreiben, wie ich meine Bücher gestalte und was man beachten sollte.

 

Ich unterscheide mal zwischen drei Typen von Büchern:

 

1. Urlaubsfotobücher

 

2. große Familienereignisse wie Hochzeit, Geburtstage, Kinder, Jubiläen usw.

 

3. ein Best off für Eure besten Bilder im Jahr

 

Beschreiben möchte ich das Urlaubsfotobuch.

 

- Beginnen wir mit der ersten Seite. Die sollte so gestaltet sein, dass man gleich erkennt „ihr seit in Italien gewesen“. Typisches Bild hier kann sein, eine Landschaft z.B. Toskana, oder ein berühmtes Bauwerk, z.B. Petersdom. Wenn ihr die Möglichkeit habt, ist ein Panoramabild, das über Vorderseite und Rückseite geht super, siehe oben.
 
- Ich beschrifte meine Bilder nie. Sie sollen alleine wirken und zur Inspiration beitragen. Beschriften tue ich meist nur die ersten zwei Seiten. Auf denen verfasse ich einen Reiseverlauf mit dem Hinweis, dass die Reihenfolge der Bilder dem Reiseverlauf entsprechen. Dies ist meine ganz persönliche Philosophie. Natürlich könnt ihr es anders handhaben und euren eigenen Stiel entwickeln.

 

- Weniger ist Mehr gilt auch bei Fotobücher. Nicht zu viele Bilder auf eine Seite. Maximal 5 Bilder auf einer Doppelseite. Ab und zu mal großformatige Bilder einstreuen. Ein Panoramabild über zwei Seiten macht sich immer gut.

 

- Einheitlicher Hintergrund für das ganze Buch. Nicht jede Seite mit einer neuen Hintergrundfarbe versehen. Auch nicht zu viele Schörkelrahmen.

- Seiten sollen Geschichten erzählen. Zusammenfassen von Themen, oder auch Auflockerung durch Stillleben, Aktionsfotos usw.. Nicht zu viel rumspringen mit den Themen. Hier könnt Ihr wirklich kreativ werden, die Betrachter eurer Fotobücher werden es euch danken.
 
- Auf die Qualität der Bücher (Hardware) achten. Lieber paar Bilder weniger, aber dafür in hoher Qualität. Ich kann euch "Saal-Design" empfehlen. Papier, Druckauflösung und Schnelligkeit beim Druck und Versand sind spitze.

 

- Im Urlaub solltet Ihr Euch wirklich überlegen, in JEPG und in RAW zu speichern. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Bilder eins zu eins in den Fotobüchern zu dunkel wirken ggü. auf dem Bildschirm. Ich bearbeite alle noch mal nach, indem ich etwas mehr Helligkeit einbringe und die Bilder etwas nachschärfe. (Werde ich beim Druck von Bildern, nochmal intensiver drauf eingehen)

 

- Bei allen Fotobuchsoftwaren werden die Formate nicht immer eins zu eins übernommen. Heißt, Eure Bilder können beschnitten werden. Versucht den besten Kompromiss zu finden.

 

Wichtig: in der Gestaltung ist eure Kreativität gefragt. Ich möchte hier nur grobe Rahmenbedingungen, die ich persönlich anwende, aufzeigen.

 

Der Fotokalender "Gestaltungshinweise"

 

Die Weihnachtszeit rückt näher und ihr habt noch kein Geschenk für die Oma? Kein Problem. Ihr habt sicherlich im Jahr viel fotografiert und da sind bestimmt schöne Bilder dabei. Urlaubsbilder, Fotos von Familienfeiern, die Kinder und vieles mehr. Wir bekommen immer von meiner Nichte einen Kalender von ihren Söhnen. Das hat Tradition und wir freuen uns immer schon darauf. Ich selber gestalte Kalender von meinen Vogel-Touren (wie ihr im oberen Beispiel seht). Habe auch hierfür einen festen Abnehmerkreis.

Es gibt bei der Gestaltung eines Kalenders sicherlich Parallelen zum Fotobuch. Von daher möchte ich auch nicht nochmal alles, wie oben, beschreiben.

 

- Auf das Deckblatt kommt natürlich ein Hingucker. Und eine kurze knackige Überschrift, siehe auch oben Titel.

 

- Nicht zu viele Bilder auf einer Seite. Möglichst auf lange Texte verzichten.

 

- Auch hier bestelle ich über "Saal-Design"

 

- glänzend, matt je nach Geschmack

 

"Das eigene Bild an der Wand" Tipps für gelungene Ausdrucke

 

Nichts erfüllt einen mehr mit Stolz, wenn das eigene Bild an der Wand hängt. Aber hier gibt es auch einiges zu beachten. Im Gegensatz zu den ersten Ausdruckthemen oben, ist der Anspruch an Druck-Qualität noch höher, zumal auch oft der Ausdruck größer ausfällt. Viele Faktoren kommen zusammen, um den perfekten Druck hinzubekommen. Manchmal bedarf es auch einiger Versuche. Es ist eine Wissenschaft für sich und nicht mein Lieblingsthema, da es mich auch oft nervt, wenn der Druck nicht das erfüllt, wie auf dem Bildschirm dargestellt. Nun gut, aber wenn wir schöne Bilder an der Wand wollen, müssen wir hier durch. Ich fasse zusammen:

 

- die Bilder auf dem Bildschirm haben eine herrliche Leuchtkraft. Aber Vorsicht, dies kann man nie eins zu eins auf Leinwand bannen. Die Ausdrucke sind oft zu dunkel, wenn man sie ausdruckt. Die Tiefen saufen oft ab. Die Lichter kommen nicht so hell rüber. Von daher empfehle ich immer, die Bilder schon am PC etwas höher zu belichten und die Tiefen und Lichter etwas anzuheben. Dies mache ich mit dem Programm

"Lightroom". Druckeranbieter bieten auch ein ICC-Profil. Dies kann man sich herunterladen und sieht am PC wie das Bild ausgedruckt wirkt. Viele Druckeranbieter empfehlen auch bestimmt Druckvoreinstellungen RGB oder sRGB. Entscheidend ist auch, auf welches Papier ihr druckt. Ich rate euch, bei euren Druck-Anbieter kontakt aufzunehmen. Oft sind sie sehr kulant, beraten nett. Und manche bieten auch an, dass ihr die Rohdaten ihnen schickt und sie dann selber den Druck nach Papierform anpassen.

 

- Auch schärfe ich meine Bilder immer etwas nach. Der Druck wird noch präziser. Wichtig bei Landschaftsaufnahmen mit vielen Details.

 

- Form, Größe, Rahmen, Material. Ihr steht vor der Frage wie drucke ich aus. Mit Rahmen? Hinter Gals? Auf Leinwand, Acryl, Holz, Aluminium?

Da kann ich wirklich nicht helfen. Dies ist reine Geschmackssache. 

 

- Auf Leinwand bedenkt, dass die Leinwandstruktur Feinheiten schluckt. Oft muss auch hier stärker nachbelichtet und nachgeschärft werden.

 

- Hinter Glas schaut nach dem Ort, wo das Bild hängen soll. Eventuell können Spiegelungen auftreten. Dann rate ich zu spiegellosem Glas.

 

- die richtige Größe wählen. Dies hängt natürlich vom Ort ab. Eine schöne Ausleuchtung kann sehr hilfreich sein.

 

Bilder zeigen am PC oder Fernseher oder anderen Multimedien

 

Internet-Foren wie z.B. Fotocommunity

 

In unserem digitalen Zeitalter ist das Veröffentlichen der eigenen Bilder kein Thema mehr. Über Facebook, WhatsApp und anderen "Sozialen Medien" werden täglich Milliarden von Bildern versendet. Die Diskussion um Sicherheit und Risiken sind bekannt. Nun sind diese Fotos meist mit dem Handy gemacht und dienen hauptsächlich für kurzweiligen Austausch von privaten Neuigkeiten. 

Wir Fotografen haben einen anderen Anspruch an Qualität und Aussagekraft unserer Bilder. Und diesen Anspruch wollen wir mit Gleichgesinnten teilen. Hier bieten sich Plattformen wie Fotocommunity und Naturfoto.de an. Ich habe bis vor kurzem auch noch fleißig Bilder in die FC gestellt. Der Nachteil ist gerade bei der FC, dass täglich tausende von Bilder eingestellt werden. Gute Bilder von euch verschwinden nach kurzer Zeit im Nirwana und werden nicht mehr wahrgenommen. Feedback kommt wenig, es sei denn man hat einen großen Freundeskreis aufgebaut. Ehrliche und konstruktive Kritik ist auch selten. Oft nur kurze Kommentare wie: tolle Aufnahme, gut gemacht, oder klasse Farben. Diese Kommentare kann ich mir sparen. Aber es gibt auch das heutige Phänomen der unsachlichen Kritik. Einige unzufriedene, bösartige Typen, die meinen sich in der Anonymität auskotzen zu müssen. Kurzum habe ich mich vor einem Jahr entschlossen, meine eigene Homepage zu veröffentlichen. Hierzu nachher mehr unter, "Erstellung eigene Homepage".

Trotzdem war es für mich eine hilfreiche Erfahrung. Wer nicht gleich mit einer eigenen Homepage starten möchte, kann bei FC sich als Basis-Mitglied registrieren lassen. Das kostet erstmal nichts. Auch ist es immer wieder schön, in solchen Foren zu stöbern. Da ist auch die ein oder andere Anregung dabei. Auch wenn ich eine Reise geplant habe, schaue ich gerne mal dort rein. Unter "Suchbegriffe" gebe ich meinen Reise Ort ein und kann mir schon mal den ein oder anderen Ort anschauen, aus Sicht von Fotografen.

 

Clouds und Dropbox

 

Eine Möglichkeit gezielt seine Bilder auszutauschen sind Clouds, wie Dropbox. Vorteil hier liegt, dass ihr selber kontrolliert bestimmen könnt, wer die Bilder sehen darf. Die Handhabung ist relativ simpel. Bloß sind oft die Größen beschränkt. Bei großen Datenmengen wird man dann zur Kasse gebeten. Die Kommentierung erfolgt dann wieder über Mail-Verkehr.

 

Die Dia-Show zu Hause

 

Sie kommt nicht aus der Mode. Nette Leute einladen, erst Essen und dann bei einem Gläschen Rotwein die Highlights seine Urlaubsreise zeigen. Das ist immer noch schön. Aber hier bitte einige Regeln einhalten:

 

- die Teilnehmern nicht mit tausenden von Bildern beglücken. Nicht zu kurz nicht zu lang sollte die Show dauern. Ich weiß, das ist oft schwierig zu entscheiden. Aber nehmt die Faustregel, nicht länger als eine Stunde. Es sei denn, ihr habt eine Weltreise gemacht. Dann aber eine Pause einlegen.

 

- die Bilder schön betiteln und Geschichten (Anekdoten) dazu erzählen, siehe auch oben. Ein Lacher pro 10 Minute ist Pflicht.

 

- keine schwulstige Hintergrundmusik einbringen. Dezente leicht Musik, wenn überhaupt.

 

Es gibt heute schöne Programme, mit denen man eine Dia-Show gestalten kann. Dies bedarf allerdings Aufwand. Aber wer daran Spaß hat an der Gestaltung, ist es eine schöne Sache. Abschließend kann die Show auch auf eine DVD gebrannt werden um sie an die Lieben zu verschenken. Hier ist eine passende Untermalung mit Musik angebracht.

 

Die Eigene Homepage - am Beispiel "Jimdo"

 

Jetzt habt ihr schon einige Möglichkeiten kennengelernt, eure Bilder zu Präsentieren. Im oberen Teil bin ich schon kurz auf eine eigene Homepage eingegangen. Hier nun etwas ausführlicher. Vorneweg, ich gebe keinen Jimdo-Kurs. Das würde den Rahmen des Seminars sprengen. Die VHS bietet hierzu Tageskurse an.

Wer gerne fotografiert und seine Bilder der Öffentlichkeit zeigen möchte, bietet sich eine eigene Homepage an.

 

Für wen lohnt sich eine eigene Homepage?

 

- die, die gerne ihre Erfahrungen und ihre Bilder im Internet austauschen wollen, über die Grenzen von Wolfsburg hinaus und somit ihr Netzwerk erweitern wollen.
- die ihre Bilder oder andere Produkte (Lehrgänge, Hardware usw.) im Internet verkaufen wollen.

- die ihre Bilder überall und jederzeit zeigen möchten (Handy, I-Pad).

 

Wie Aufwendig ist eine Erstellung?

 

Zeitaufwand ist am Anfang hoch (Planung, Grunderstellung Layout, Grundeinstellung Ordnerstruktur). Wenn die Struktur steht, geht es nur noch um Pflege und Erweiterungsmaßnahmen, wie neue Bilder und Texte eingeben.

 

Welchen Anbieter wähle ich?

 

Es gibt viele Anbieter mit unterschiedlichen Leistungen. Das geht von:

 

- individuellen Aufbau von Profis. Die sind entsprechend teuer. Meistens sind es Web-Designer, und die haben ihren Preis. Lohnt sich nur, wenn ihr es richtig professionell haben möchtet, für euren Beruf oder Geschäft. 

- es werden Baukastensysteme angeboten von Wixx, oder Jimdo. Vorteil, sie sind kostengünstig und die
Erstellung ist oft selbst erklärend.

 

Jimdo als Beispiel

 

- es gibt drei Varianten bei Jimdo, siehe Link "https://de.jimdo.com/preise/". Von umsonst, mit mehr Komfort (5€ im Monat) bis Business (15€ im Monat)

- es werden viele Grundlayouts angeboten

- selbst erklärende und einfache Menüführung

- guter Support

- Möglichkeit spezielle Seiten mit einem Passwort zu schützen

- tolle Shop-Funktion

- Blockfunktion

- Analysefunktion (Auflistung der Besucher und Anzahl der Seiten pro Tag)

- drei Ordnerebenen

- Impressum, Datenschutz vorbereitet

 

Was ist zu beachten bei der Erstellung?

 

- Layout festlegen (viele Auswahlmöglichkeiten bei Jimdo)
- Übersichtliche Gestaltung ist Alles, gut strukturierte Ordner anlegen 
- nicht zu viel Schnickschnack, eine Schriftart und eine Schriftfarbe/Hintergrund wählen
- selbst erklärende Menüführung (Nutzer soll sich schnell zurechtfinden)

- Links einfügen, wie, wo, wann. Bei externen Links aufpassen auf sichere Seiten und eventuell den Eigentümer um Genehmigung fragen.
- Impressum, Datenschutz festlegen (gesetzliche vorgeschrieben)
- Kontaktformular und Blockfunktion, wo einfügen
- Passwortgeschützte Bereiche festlegen

- Bildgröße der Web-Anforderung anpassen. Muss nicht, hilft aber, da:

1. das Laden auf die Seiten schneller geht

2. der Aufruf der Bilder beim vergrößern schneller geht, der Betrachter wird es dir danken

3. da ihr weniger Speicherplatz benötigt und somit Geld sparen könnt

4. eure Bilde sind durch Missbrauch geschützt sind. Geringe Auflösung macht keinen Sinn für große Ausdrucke.

Empfohlen wird eine Größe von 1820x1080. Tipp - wer Photoshop besitzt gibt es eine tolle Funktion. Ihr ladet alle eure Bilder, die ihr ins Netz einstellen wollt, in einen Ordner. Nennt ihn meinetwegen Netzbilder. Geht in PS auf Datei, unten auf Skripten und dann auf Bildprossesor. Es tut sich eine Maske auf. Gebt die oberen Werte ein, wählt den Ordner und Zielordner aus und drückt auf Ausführen. Jetzt werden alle Bilder im Ordner klein gerechnet und in einen separaten Ordner gestellt. Genial, diese Funktion.

- nicht mit fremden Federn schmücken. Bilder oder Texte von Anderen kennzeichnen und Hinweis geben.

 

Vorteile einer eigenen Homepage:

 

- kompakte Darstellung deiner Arbeiten möglich. Von Bildern, Kommentare bis Dokumente.

- Bilder sind immer greifbar über einen vernetzten PC, I-Phon oder I-Pad. Du kannst spontan überall deine Seiten zeigen.

- Verlinkung zu andern Web-Seiten möglich (z.B. von deinen Freunden, die auch eine eigene Homepage besitzen).

 - Kommentare über Kontaktformular. So können andere Fotointeressiert, die deine Seite entdeckt haben, dir schreiben.

- Erfahrungsaustausch suchen und Netzwerk erweitern.

- nicht nur Bilder können veröffentlicht werden. Texte, PDF-Dateien und mehr.

- Jimdo bietet auch einen eigene Shop-Version an. Also kannst du deine Bilder, Kalender usw. in deinem persönlichem Shop anbieten.

- du kannst dir deine Seite(n) individuell gestalten.

- einfache Erstellung. Handhabung selbst erklärend, einfacher als Power Point.

- für dich kann es auch eine Art der Archivierung sein und Datensicherung.

- die Daten sind geschützt.

- du kannst Passwortgeschützte Seiten einrichten. Nur für einen bestimmten Personenkreis.

 

Nachteil:

 

- Es bedeutet Zeit-Aufwand, die Seiten zu erstellen und zu pflegen.

- ab einer gewissen Datenmenge, oder Mehraufwand, entstehen Kosten.

- bei der Erstellung der Homepage durch Fremdanbietern, gerät man in eine gewisse Abhängigkeit. Änderungswünsche können dann teuer werden.

- man muss auch eventuell mit den berüchtigten selbsternannten Kritikern leben, die dir auf deinen Kontaktformularen schreiben. Nicht Alle sind dir wohlgesonnen.

 

Ich habe den Schritt zur eigenen Homepage nicht bereut. Es macht Spaß die Seiten zu erstellen. Feedback bekomme ich jetzt auch gezielter und ehrlicher. Zudem gebe ich meine Workshops und Lehrgänge auf meiner Seite bekannt. Dadurch sind die VHS-Kurse auch immer schnell ausgebucht.

Einmal in der Woche setzte ich mich für eine halbe Stunde hin und aktualisiere meine Homepage, z.B. "Bild der Woche", Termine und mehr.

 

Mehr zu Jimdo, siehe Link "http://www.jimdo.de/"

Postkarten, Kalender, Bücher verkaufen - wo - wie?

 

Ihr möchtet eure Fotos verkaufen? Im Teil eigene Homepage habe ich schon eine Möglichkeit angesprochen. Hier nun weitere.

 

- Von den schönsten Bildern Postkarten erstellen und zum Verkauf anbieten ist eine Möglichkeit. Auf Basaren in eurem Ort, Flohmärkten und anderen kleinen Verkaufsveranstaltungen könnt ihr sie dann anbieten. Ein Problem gibt es hier allerdings. Bei der ersten Teilnahme ist eine Abschätzung der Anzahl der Ausdrucke schwierig. Druckt ihr zu viel, kann es sein, dass ihr auf den Karten sitzen bleibt. Das ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Oft braucht es ein, zwei Veranstaltungen, bis sich ein gewisser Kundenkreis einstellt hat. Vorteil ist, ihr bekommt direktes Feedback zu euren Bildern. Auch macht es Spaß mit den Kunden über die Bilder zu sprechen.

 

- Bei den Kalendern verhält es sich schwieriger. Es gibt nur ein kleines Zeit-Fenster für den Verkauf. Im Internet gibt es Verkaufsportale für Kalender. Hier könnt ihr eure Kalender einstellen. Der Verkauf läuft dann über den Internet-Händler. Verdienen tut nur der Händler.

Besser ist, ihr verkauft für einen guten Zweck. Hier verdient ihr auch so gut wie Garnichts, aber der Erlös geht an Einrichtungen, die ihr selbst bestimmt. Viele sind in der Weihnachtszeit eher bereit zu kaufen. Auch hier gilt, welche Anzahl werde ich voraussichtlich verkaufen? Wenn ihr erstmal bekannt seit mit euren Kalender und die Stückzahl stabil einschätzbar ist, können mit den Druckanbieter Sonderpreise aushandeln.

Ein Kalender kostet normalerweise (ohne Sonderpreis) zwischen 10 - 20 €, je nach Größe und Qualität. Wenn ihr 10 zu viel bestellt habt und sie bis Februar nicht los seit, habt ihr 100 - 200 € in den Sand gesetzt.

 

- Noch schwieriger verhält es sich mit Fotobüchern. Einzelanfertigungen sind teuer und ihr bekommt sie schwer verkauft. Nur auf verbindliche Bestellung ist dies zu empfehlen. Es sei denn, ihr geht es richtig provinziell an. Dann müsst ihr euch einen Verleger suchen, der für euch druckt. Dies ist aber alles als einfach. Die Verleger haben hohe Ansprüche an Qualität und Gestaltung. Auch hat man als No-Name erstmal einen schweren Stand. Das große Geld verdient auch hier nur der Verleger, Amazon und Co.

 

Erfahrungsaustausch in der Nähe "Fotoclubs oder Fotostammtisch" und Lehrgänge der VHS-Wolfsburg

 

- Wollt ihr unter Gleichgesinnten über eure Bilder fachsimpeln? Dann schaut in eurer Nähe, ob es Fotoclubs oder Fotostammtische gibt. Oft werden die Termine in der FC oder in den lokalen Zeitungen angekündigt. Sie sind öffentlich und ihr könnt mal reinschnuppern. Der Fotostammtisch in Wolfsburg, wurde von mir aus der Taufe gehoben. Er besteht seit 2 Jahren und erfreut sich großer Beliebtheit. Ein mal im Monat findet er statt, siehe auch auf meiner Homepage unter "Termine und Workshops". Hier werden in der ersten Stunde bestimmte Themen angesprochen, wie z.B. Nachtfotografie, alles um den richtigen Druck usw.. Anschließend geht es in eine lockere Gesprächsrunde rund um das Fotografieren. Auch werden gemeinsame Fototouren geplant. Jeder kann teilnehmen, ob Jung oder Alt, ob mit Erfahrungen oder Anfänger. Beiträge müssen nicht entrichtet werden.

Dann gibt es noch den Fotoclub Wolfsburg. Hier musst du Mitglied werden. Der Fotoclub besteht schon seit zig Jahren. Die Teilnehmer kenne sich entsprechend sehr gut. Als Neuling wird man kritisch beäugt. Nach zwei Schnuppersitzungen, habe ich mich entschlossen, doch den Stammtisch ins Leben zu rufen. Aber bildet euch selbst ein Urteil.

 

- Das Kunstmuseum veranstaltet auch oft Workshops zum Thema Fotografieren.

 

- Zudem bietet die VHS-Wolfsburg Fotokurse an, in vielen Richtungen. Hier kann man sich auch Austauschen und seinen Erfahrungsschatz erweitern.

 

An Fotowettbewerbe teilnehmen

 

Fotowettbewerbe sind verlockend. Ja, ich habe schöne Bilder zu dem Thema und könnte doch dran teilnehmen. Zudem winken schöne Preise. 

Es gibt unterschiedliche Qualitäten von Fotowettbewerben. Sie gehen von sehr professionellen Ansprüchen bis hin zu lokalen Wettbewerben mit lockeren Anforderungen.

Bei denen mit hohen Anforderungen von Fotozeitschriften, entscheidet eine unabhängige Jurie über die Platzierung.

Es gibt auch Wettbewerbe, bei denen die Leser vorweg ein Votum abgeben können. Und hier wird es schwierig. Einige Teilnehmer aktivieren Hinz und Kunz für einen positive Beurteilung im Vorfeld. Viele Stimmen haben dann Einfluss bei der Entscheidung der Jurie. Oft kommen gute Bilder mit wenigen Leserstimmen so nicht in die Endauswertung. Bei "Mein schönstes Urlaubsfoto" gewinnt eh immer der Hund mit der Sonnenbrille. Dort anspruchsvolle Bilder einzusenden, ist meist nicht sinnvoll.

Zudem verpflichtet ihr euch, eure Rechte an den Bilder an den Ausrichter abzutreten. Einige End-Entscheidungen zu den Platzierungen kann ich oft nicht nachvollziehen. So entsteht aus der Anfangs-Euphorie schnell Frust.

Ich überlege mir ganz genau, wann ich an solchen Wettbewerben teilnehme. Ehrlich gesagt? An keinem mehr.

 

Deine "eigene Fotoausstellung" - nur ein Traum?

 

Kommen zum letzten und wohl auch zur Königsdisziplin von "Bilder präsentieren". Wer träumt nicht davon, seine eigenen Bilder in einer eigenen Ausstellung zu präsentieren. Warum eigentlich nicht? Ich möchte euch unter diesem Punkt den Mut geben, dies zu tun.

Hier paar generelle Tipps und Anregungen.

 

- Ihr müsst von euren Bildern überzeugt sein. Das ist die Grundvoraussetzung überhaupt.

 

- Die Suche nach dem geeigneten Ort. Hier muss es nicht gleich das Kunstmuseum in Wolfsburg sein. Es gibt viele Möglichkeiten.

 

- Kaffees oder Gaststätte. Oft sind die Betreiber dankbar, ist es doch Reklame auch für sie und sie bieten ihren Kunden noch etwas Besonderes. Beide Seiten profitieren davon.

 

- öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altersheime, Schulen oder Bürgerbegegnungsstätten

 

- Arzt-, Rechtsanwaltspraxen (wenn Platz vorhanden)

 

- an der VHS in Wolfsburg, Caritas oder FABI

 

- vielleicht bietet es sich auch bei euch zu Hause an, falls genügend Platz vorhanden?

 

Einfach zu den Einrichtungen gehen und Fragen. Nehmt auch gleich paar schöne Beispielsfotos zum Zeigen mit.

 

- Die Bilder sollten möglichst ein Thema beinhalten, z.B. Bilder aus eurem Ort, oder Architekturfotos, oder Gesichter usw..

 

- ein knackiger Titel ist die halbe Miete. So wie oben beschrieben unter "Betiteln von Bildern".

 

- Weniger ist mehr. Nehmt nur die besten Fotos und hängt die Ausstellflächen nicht zu voll. Bilder sollen möglichst alleine wirken.

 

- Bilder knackig betiteln, siehe auch oben.

 

- nehmt euch Zeit für die Organisation. Überlegt und plant genau. Die erste Ausstellung soll ja sitzen.

 

- entscheidet euch für ein einheitliches Druckformat. Sollen die Bilder hinter Glas, mit Rahmen und auf welches Medium soll gedruckt werden (Leinwand, Fotopapier). 

 

- einheitliche Größe oder offene Formate sind je nach Thema auch interessant.

 

- auf eine richte Ausleuchtung achten. Das kann gerade bei Bildern hinter Glas ganz wichtig sein.

 

- rechtzeitig die Werbetrommel rühren. Vorankündigungen in Form von Flyern drucken. An Schwarze Bretter aushängen. In Arztpraxen, eure Bankfiliale, eurem Sportverein usw. auslegen. Kurz vor der Eröffnung die Presse bitten um Ankündigung. Auch die Presse zur Eröffnung einladen. Freunde Bekannte und Familie einladen. Falls ihr eine eigene Homepage habt, könnt ihr den Termin dort veröffentlichen, oder auch auf Facebook

 

- wenn ihr abschätzen könnt, wie viele zu eurer Ausstellungseröffnung kommen, entsprechend etwas anbieten in Form von Trinken und Knabberzeug und Süßigkeiten.

 

- bei der Vernissage sich nochmal bedanken für die Bereitstellung der Ausstellungsfläche.

 

- nach einer kurzen Einleitung, eine Führung anbieten. Hier auch zu dem ein oder anderem Bild eine Geschichte erzählen, siehe oben.

 

- schon an den Abverkauf nach der Ausstellung denken. Hinweis geben, dass nach der Ausstellung die Bilder erworben werden können. Möglichst schon eine Preis-Liste hinlegen, in der man sein Interesse bekunden kann.

 

Eine Ausstellung ist natürlich auch eine finanzielle Angelegenheit. Bedenkt dies gleich am Anfang. Auch hier rate ich, lieber paar Bilder weniger aber in guter Druckqualität als viele Bilder mit schlechter Auflösung und billigem Erscheinungsbild.

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung. Wenn eure erste Ausstellung erfolgreich war, dann seit ihr schon dabei, die nächste Ausstellung zu planen. Es macht süchtig und gibt euren Hobby einen neuen Schub.

 

Schlusswort

 

Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten Eure Bilder richtig in Szene zu setzten. Nicht Alles ist für den ein oder anderen vorstellbar, aber Eure Bilder nur unter dem Kopfkissen zu verbergen ist auch nicht toll. Wenn Ihr über Eure Bilder mit anderen sprecht, kommen auch neue Anregungen nicht nur für Dich, sondern auch für den Betrachter. Es können neue Projekte entstehen und man baut ein Netzwerk auf, das hilfreich sein kann. Ich habe mittlerweile ein super Netzwerk. Vor allem bei der Vogelfotografie ist es hilfreich, den ein oder anderen Tipp zu bekommen.


"Fotografieren ist ein wunderschönes Hobby. Wir können unsere Kreativität ausleben, die Sinne werden geschärft auf die vielen schönen Dinge überall. Man ist an der frischen Luft und bewegt sich zwangsläufig viel. Und das Fotografieren können wir, ohne Einschränkungen, bis in das hohe Alter ausführen." Dirk Gildemann


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