Schmuckfotografie

Schmuck auf Porzellan veredeln

 

Kommen wir zu einer speziellen Fotografie. Wie setzte ich feinen Schmuck in Szene? Der Hochzeitsring für das Hochzeitsbuch zum Beispiel? Ich habe vor kurzem Bilder für eine Goldschmiedin von ihren besten Stücken erstellt. Mir stellte sich die Frage, welchen Hintergrund nehme ich am Besten? Ich habe es auf schwarzen Samt, grauen Tuch und mehr versucht. Dann viel mir ein großer weißer Porzellanteller auf und schon hatte ich die perfekte Unterlage gefunden. Was gefällt an dem Bild?

 

1. der klare, harmonische Hintergrund

2. die leichte Spiegelung und Schattenbildung

3. das Spiel mit der Tiefenschärfe

 

zu 1. Der klare Hintergrund ergibt sich durch die glatte spiegelnde Oberfläche des Porzellans.

 

zu 2. Ich musste mit einem Blitzlichtgerät arbeiten. Den habe ich aber entkoppelt, sodass Licht leicht von der Seite kommt. Hier bedarf es mehrerer Versuch, bis der richtige Schattenwurf auf dem Teller, sowie die Reflexion auf dem Silber einen gefallen. Das Blitzlicht habe ich noch mit einem Diffuser versehen, um nicht einen zu harten Lichteinfall zu bekommen.

 

zu 3. Auch ist die Tiefenschärfe bei Nahaufnahmen eine Herausforderung. Will man das Schmuckstück von vorne bis hinten gleich scharf haben, muss man mit einer sehr kleinen Blende arbeiten. Ich habe mich für f13 entschieden und den Fokus auf den Bernstein gelegt. Selbst f13 hat nicht ausgereicht für eine durchgängige Schärfe. Macht aber in dem Fall nichts. Im Gegenteil, dadurch gewinnt das Bild an Spannung.

 

Kameraausrüstung: Canon 5D III, Canon 100mm f2,8, Stativ, Kugelkopf, Blitzgerät mit Diffuser entkoppelt

Kameraeinstellung: AV Grundeinstellung, f13, ISO 100, 100mm Brennweite, 1/10s

 

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