Altes Kraftwerk in Wolfsburg zum ersten Advent

 

Jedes Jahr zur Adventzeit wird das Wolfsburger Wahrzeichen, die vier Türme des alten Kraftwerkes, angestrahlt. Erst einer dann zwei und so weiter. Immer wieder schön anzuschauen und von vielen Besuchern der Autostadt fotografiert. Aber den wenigsten gelingt so ein Foto. Angeber, werden sie jetzt sagen. Nein wirklich, man muss hier eine bestimmte Technik anwenden und die heißt HDR (High-Dynamic-Range). Im oberen Bild bin ich schon auf die Technik eingegangen. Hier nun nochmal ausführlicher. Das Bild hing auch auf meiner letzten Fotoausstellung unter dem Titel "Wolfsburg mehr als nur eine Autostadt". Die Ausstellung habe ich gemeinsam mit meinem Fotofreund Jens L. Heinrich gegeben. Sie finden unter "Freunde Links" einen Link zu Jens L. Heinrich Homepage. Die Seite kann ich empfehlen. Sie finden dort noch mehr schöne Wolfsburgbilder.

 

Was macht den Reiz dieses Fotos aus?

 

1. Die Farben

2. Die Klarheit

3. Die Bildaufteilung

 

zu 1. und 2.  Es war ein diesiger nasskalter Tag. Eigentlich geht man bei solchem Schmuddel Wetter nicht los zum Fotografieren. Ich tat es trotzdem. Hatte schon das Bild im Kopf. Das ausgerechnet dieses Wetter mir in die Karten spielte, hat mich doch erstaunt. Es war noch nicht ganz dunkel. Späte blaue Stunde. Der Himmel leuchtete violett. Durch den Nebel auch in unterschiedliche Nuancen. Und der Nebel hebt die Lichtkegel der Schornsteinbeleuchtung hervor. Im Hafenbecken spiegeln sich klar die Lichter. Und nun kommt's, das VW-Emblem leuchtet blau. Genau hier versagen auch die teuersten Kameras, wenn man nur ein Bild erstellt. Das Emblem ist dann nicht blau, sondern extrem überbelichtet und weiß. Da hilft auch nicht in RAW zu speichern und im Nachhinein mit Lightroom etwas hinzubekommen.

Hier hilft nur die HDR-Technik.

Vorgehensweise: Ich stelle meine Kamera auf ein Stativ. Ich fokussiere manuell, also AV aus. Ich wähle Belichtungsreihen und spreizte die Unterschiede auf 2 Blendenstufen. Mit einem Kabelauslöser starte ich die Serie. Erste Bild unterbelichtet, zweite normal belichtet, dritte überbelichtet. Das mache ich paar mal, wechsle mal den Blickwinkel und dann ist mein Arbeitstag erstmal vorbei. Ab nach Hause in die warme Stube. Meine Kamera kann eigentlich auch Kameraintern HDR-Bilder erzeugen. Erfahrungen haben mir aber gezeigt, dass das Bearbeiten am Rechner bessere Ergebnisse liefert. Programme gibt es als Freeware im Netz, oder käuflich. Fotomatrix ist hier Markführer und leicht zu bedienen. Da ich LR und PS CC besitze, mache ich es über diese Programme.

Nach der Zusammensetzung stelle ich fest, dass meine Kamera bei Nachtaufnahmen Probleme hat, die richtige Farbtemperatur zu erkennen. Also nochmal mit LR korrigiert. Mit meinem Weitwinkel gab es zudem den Effekt der extrem stürzenden Linien. Auch hier habe ich nachgeregelt.

Diesmal viel Aufwand für ein Bild, aber es hat sich gelohnt.

Zum zweiten Advent bin ich wieder los. Gleiche Stelle, gleiche Zeit. Aber anderes Wetter. Kalt und klarer Himmel. Wieder dieselbe Technik. Was soll ich sagen, ich habe die Bilder allesamt gelöscht. Kein Vergleich zum ersten. Was sagt uns das? Ruhig auch mal bei Schmuddel Wetter raus.

 

zu 3. Die Bildaufteilung ist perfekt. Der erste Schornstein am richtigen Fleck, das "blaue" Emblem auch.

 

Kameraausrüstung: Canon 5D III, 16mm-35mm, f4, Stativ, Kabelauslöser

Kameraeinstellung: 27mm Brennweite, ISO-100, f9, MV (manuell fokussiert), drei Belichtungsreihen mit einer Spreizung von 2 Blenden, Bildstabi aus, Belichtungszeit wählte die Kamera automatisch

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