Stierkampfarena in Ronda

 

Die Sonne stand am höchsten. Eigentlich keine Tageszeit zum Fotografieren. Fotoprofis bleiben um diese Zeit zu Hause. Aber wir hatten ja eine geführte Tour und das Programm war über den Tag prall gefüllt. Trotzdem zählt dieses Bild zu meinen Lieblingsbildern von unserer Andalusien-Rundreise. Weshalb?

 

1. Klare Linien

2. Farben

3. starke Kontraste

4. Wolkenbild

5. das Bild erzählt auch eine Geschichte

 

zu 1. Die Linien laufen hauptsächlich vertikal. Werden aber durch kreuzende Linien aufgelockert. Die Symmetrie wird durch die nicht gleichmäßig geöffneten Tore unterbrochen. Das gibt Spannung ins Bild.

 

zu 2. Die Komplementärfarben Gelb und Blau wirken immer harmonisch auf das menschliche Empfinden.

 

zu 3. Die starken Kontraste verstärken das Wolkenbild. Allerdings ist dieser Kontrast auch eine Herausforderung für den Kamerasensor. Hierzu etwas Theorie. Die Natur gibt uns ca. 22 Blendenstufen vor. Das menschliche Auge kann 14 Blendenstufen wahrnehmen. Z.B. Eulen können mehr und sehen noch im stock Dunklem. Gute Kamerasensoren stellen 10 Blendenstufen dar. Im Kapitel "kritische Belichtungen" erkläre ich, wie man das Manko der Kamera ausgleichen kann. Bei diesem Bild lag ich an der Grenze. Da ich mit RAW-Format abspeichere, konnte ich etwas mit LR die Lichter und Tiefen abwedeln.

 

zu 4. Ein schönes Wolkenbild ist die halbe Miete. Nur blau wäre in dem Fall etwas langweilig. Fotomontagen sind bei mir absolutes Tabu. Das Wolkenbild ist so echt, wie das Amen in der Kirche.

 

zu 5. Nun stelle ich mir vor, wie der Stier zu seinem letzten großen Auftritt in die Arena gejagt wird und die Ränge voll besetzt sind, mit frenetisch begeisterten Menschen.

 

Kameraausrüstung: Canon 5D III, 24mm-85mm, Polfilter

Kameraeinstellung: AV Grundeinstellung f11, ISO 100, 24mm Brennweite, hieraus ergab sich eine Verschlusszeit von1/30s

 

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