Kranichfamilie on Tour

 

13 Stunden saß ich in der Beobachtungshütte am "Günzer See". Das Wetter war so la, la. Nicht optimal für Vogelfotografie. Aber egal, habe versucht das Beste draus zu machen und solch ein Foto von Kranichen wie hier dargestellt, wollte ich immer schon mal machen. Hierfür war das Wetter gut.

Was gefällt mir an dem Bild?

 

1. die Bewegungsunschärfe

 

Das Bild lebt von der Unschärfe. Warum macht es so interessant?

Es gibt viele Möglichkeiten Vögel in Aktion abzulichten. Die häufigste verwendete Aufnahmetechnik ist das Einfrieren der Bewegungen. Das heißt, es wird eine kurzen Belichtungszeit eingestellt. Je nach Vogel zwischen 1/250s bis hin zu 1/5000s. Das hängt von der Größe und Schnelligkeit der Vögel ab. Z.B. große Vögel fliegen behäbig (Kraniche, Adler, Geier), um so kleiner die Vögel um so flinker (Meisen, Kolibris). So werden Details im Flug sichtbar, was wir mit dem menschlichen Auge nicht wahrnehmen können (die Federstruktur beim Flug) und das fasziniert uns.

Aber eine Bewegungsunschärfe hat auch seinen Reiz. Hier wird Dynamik vermittelt und diese Bilder wirken oft mystisch. Man spürt förmlich den Flügelschlag. Mit dem Mitziehen der Kamera, kann auch noch der Hintergrund unscharf gestaltet werden. Es ist auch Geschmackssache, wie weit ich es mit dem Wischeffekt treibe. Ich habe schon sehr abstrakte Bilder gesehen, indem ich raten musste, um was für einen Vogel es sich handelt. Aber Fotografie ist auch Gestalten und Interpretieren. Nicht jedes Bild muss nicht Jedem gefallen!

 

Wie gehe ich vor und was muss ich beachten?

Erstmal wird die Kamera auf Blendenautomat (bei Canon TV) eingestellt. Dann wählt man die Verschluss-Zeit. In dem oberen Beispiel 1/80s. Bei kleineren Vögeln kann die Zeit auch kleiner sein, z.B. 1/120s. Versuche sind oft von Nöten und bedarf auch an Erfahrungen. Das Mitziehen der Kamera bei linearen Bewegungen der Tiere ist empfehlenswert. 

 

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