Leidenschaft für den Augenblick

Mein fotografischer Adventskalender 2020

Hallo liebe Fotofreunde

 

am 01.12. möchte ich meinen persönlichen Adventskalender 2020 starten. Jeden Tag ein neues Bild, entstanden auf meinen letzten Fototouren. Ich möchte euch über die Entstehung der Bilder berichten. Sind es Zufallsaufnahmen? Wie habe ich sie teilweise geplant? Für welche Einstellungen habe ich mich entschieden? Welche Nachbearbeitungen waren erforderlich. 

Auch eine kleine Geschichte könnte hieraus entstehen die ich erzählen möchte, mit meinen ganz persönlichen Gedanken, und somit für euch ein bisschen Einblick geben, in meine Welt der Fotografie.


01.12.

 

„Kreidefelsen im Mondlicht“

 

Nachtfotografie und Nachbearbeitung


Früh aufstehen fällt mir nicht leicht. Aber wenn man solch ein Bild machen möchte, bleibt einen nichts anderes übrig. Eine Stunde vor Sonnenaufgang waren wir endlich an der Steilküste auf Rügen, mit den weltberühmten Kreidefelsen. Die Kreidefelsen reflektierten das Mondlicht.

30 Sekunden habe ich belichtet. Du musst darauf achten, dass die Belichtungszeit nicht zu lang ist, sonst werden die Sternenpunkte oval, bedingt durch die Erddrehung. Es sind mehrere Versuche erforderlich, um das beste Ergebnis herauszubekommen. Wenn man Glück hat, fliegt in der Zeit gerad eine Sternenschnuppe durch das Bild.

 

Ausrüstung:

 

Canon 5D IV, Canon 16mm-35mm - f4 Weitwinkel, Gitzo-Stativ

 

Kameraeinstellung:

 

-    BULB für die individuelle Zeiteinstellung. In diesem Fall 30 Sekunden, Blende auf 4f     gestellt

-    Manueller Fokus und mit Live-View auf die Sterne scharfgestellt.

-    Bildstabi aus. Wirkt bei Langzeitbelichtungen auf Stativ kontraproduktiv.

-    16mm eingestellt also die kleinste Brennweite

-    ISO 2000 vor eingestellt. Ein Kompromiss zwischen Rauschen und gewünschter Verschlusszeit
-    In RAW-Format gespeichert. Ich persönlich speichere grundsätzlich in RAW-Format. Das bietet mir viel Raum für nachträgliche Bildbearbeitung

 

Solche Bilder müssen im Nachhinein bearbeitet werden. Es sind auch für die Kamera Extremsituationen. Weißabgleich muss oft angepasst werden. Auch ist der Dynamikumfang der Kamera gegenüber unserem menschlichen Auge eingeschränkt. Tiefen saufen ab, Höhen sind ausgebrannt. Unten seht ihr, wie ich die Bilder in Lightroom nachjustiert habe.

 

Fazit: es gibt einiges zu beachten, aber das Ergebnis belohnt das frühe Aufstehen und die Mühen.